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Auf ein Wort

In einer Woche sollte unsere Konfirmation stattfinden. Wir steckten in den Vorbereitungen und freuten uns auf den großen Tag, an dem wir mit unserem Pastor in die alte Stuhrer Kirche einziehen durften, um eingesegnet zu werden.

Nachricht, die unser aller Leben veränderte

Zuhause stellten wir Tische um und deckten sie festlich für die Kaffeetafel am Nachmittag. Da kam die Nachricht, die unser aller Leben veränderte. Damals schrieb ich als Dreizehnjährige in mein Tagebuch: „26. April ´86 (schlimme Tage), Atomkraftwerksexplosion in Tschernobyl bei Kiew (UdSSR). Am 29. April das erste Mal in Deutschland. Von der Zeit ab überall erhöte Radioaktivität im Boden sowie in der Luft."

"Nicht ohne Schutz im Regen herumlaufen"

Und weiter heißt es in meinem Tagebuch: "Am 3./4. Mai bei uns angekommen. Vorerst kein Freilandgemüse und Milch, nicht ohne Schutz im Regen herumlaufen und die Kinder nicht im Sandkasten oder auf dem Rasen spielen lassen. Von heute auf morgen sozusagen eine Umstellung für alle. Radioaktivität ist krebserregend (Leukämie, Schilddrüsen)“. Am Nachmittag unserer Konfirmationsfeier am 4. Mai durften meine kleine Cousine und Cousin nicht auf den Rasen, sie mussten drinnen spielen. Wir hatten dann trotz dieser Einschränkung einen sehr schönen, unvergesslichen Konfirmationssonntag.

"Prozess stagniert mit verheerenden Folgen für das Klima"

Ich habe in den letzten 40 Jahren oft daran gedacht, wie verhängnisvoll eine von Menschen erschaffene Technik werden kann mit unabsehbaren Folgen. Inzwischen hat Deutschland den Ausstieg aus der Atomkraft vollzogen, hat die erneuerbaren Energiequellen wie Solar und Wind gefördert. Leider stagniert dieser Prozess zur Zeit mit verheerenden Folgen für das Klima. Ich kann es nicht fassen, dass Verantwortliche in Politik und Wirtschaft tatsächlich wieder fossile Energien und sogar wieder die Atomkraft einfordern. Ebenso fassungslos stehe ich vor der maßlos werdenden Aufrüstung, um gegen skrupellose Diktatoren gewappnet zu sein.

"Für unseren Planeten mit all seinen Kreaturen nicht förderlich"

Es muss doch wohl jedem klar sein, dass das für unseren blauen Planeten mit all seinen Kreaturen nicht förderlich ist. Ich beginne zu verzweifeln und wünsche mir immer noch, dass ein Umdenken stattfindet und es selbstverständlich wird, unseren Lebensraum zu schützen und zu bewahren und nicht zu zerstören. Jeder und jede kann in der eigenen Wohnung und Nachbarschaft damit anfangen und sich mit denen zusammentun, die sich auch für ein gutes Miteinander bzw. für eine gesündere Umwelt und Natur einsetzen.

"Lebensstil von Christus her und auf Christus hin ausrichten"

Kraft ziehe ich aus der Zusage, die über der neuen Woche steht und vom Apostel Paulus formuliert wurde: Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon "neue Schöpfung". Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen. (2. Korintherbrief, Kapitel 5, 17) Wir können jeden Tag neu anfangen, uns als Christenmenschen zu begreifen, die schon Anteil haben an der „neuen Schöpfung“, die in Christus begonnen hat. Wir können unsere Lebenseinstellung und unseren Lebensstil von Christus her und auf Christus hin ausrichten. Auch wenn das vielleicht naiv und weltfremd wirken sollte. Ich halte fest am Frieden und am Einklang mit Gottes wunderbarer Schöpfung.

"Gottes erneuernden und stärkenden Segen"

Ich wünsche allen Jugendlichen, die in diesen Wochen ihre Konfirmation feiern, Gottes erneuernden, stärkenden Segen und allen Leserinnen und Lesern, dass sie die „neue Schöpfung“ entdecken werden.

Meike Müller-Bilgenroth, Pastorin und Geistliche Begleiterin

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