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Losung Samstag, 07. März 2026

Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.

Psalm 115,2-3

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Auf ein Wort

„Zachäus, Zachäus…“, zischen sie hinter ihm her, diesem Zöllner, den sie für einen Oberhalunken halten. Damit muss Zachäus leben. Das ist er für sie: ein Sünder, igitt. Geraune und Gezischel. Mit dem wollen sie lieber nichts zu tun haben.
Zachäus. Ein Sünder? Was heißt das überhaupt? Man konnte damals Zollstationen bei den Römern pachten. Was abzuführen war, wenn man in eine Stadt wollte mit seinen Handelswaren – das lag zwar fest. Aber es war durchaus üblich, darüber hinaus noch etwas in die eigene Tasche zu wirtschaften. Er lebt gut davon, dass andere betrügen. Aber was heißt: er lebt gut? Wo gezischelt wird, wenn man auftaucht – wer kann das ab? Die Blicke, die sich in den Rücken bohren, ihr „Gezischel“, das macht etwas mit einem Menschen. Und solange jemand nicht völlig abgestumpft ist, merkt er: Da komme ich nicht so einfach raus.

"Gibt ihm das wirklich Halt, so zu leben?"

Ich verstehe die Figur des Zachäus jedenfalls so: Da ist einer, der hat sich in seinem Leben für einen Weg entschieden, den kann er nicht so einfach verlassen. Er profitiert von den Vorteilen. Aber irgendwie hat er sich selbst darin auch verloren. Gibt ihm das wirklich Halt, so zu leben? Er weiß: Wenn er es ändern will, dann geht das nicht, ohne mindestens beschämt zu werden. Wenn er nämlich öffentlich zugeben muss: Ich habe mich da verheddert in meine Betrügereien. Ich möchte noch mal anfangen. Teil sein der Gesellschaft ohne Gezischel…

"Und so klettert er unstandesgemäß auf einen Baum"

… und dann hört er von dem Einen, der da vorbeikommt – der Eine, von dem alle erzählen! Das macht ihn neugierig. Da ist einer, der Menschen helfen kann, aus ihrem Tunnel herauszukommen, in dem sie stecken. Selbst Blinde heilt er; das hatte sich gerade herumgesprochen in Jericho. Und so klettert er unstandesgemäß auf einen Baum. Und da hängt er nun zwischen der Realität und den mehr oder weniger bewussten Sehnsüchten seines Lebens.

"Komm runter von deinem hohen Ross"

Genau das scheint Jesus zu sehen. Er spricht ihn an: „Zachäus, steige eilends  herunter, ich muss heute in deinem Hause einkehren.“ Es ist keine Moralpredigt, die Jesus Zachäus hält: Komm runter von deinem hohen Ross. Er sagt: Ich komme in dein Haus.

Kein Warten, kein Zaudern – jetzt ist der Moment, sich zu stellen

Zachäus erkennt den Moment. Kein Warten und kein Zaudern – jetzt ist der Moment, sich zu stellen. Der ganzen Beschämung seines Lebens. Darin ist er gesehen worden – aber eben nicht weiter beschämt worden. Die murrende Menge drum herum hätte das gerne. Denn wenn man andere beschämen kann, scheint es sich leichter zu leben. Manche leben davon und fühlen sich überlegen, wenn es da noch einen neben einem gibt, der sich noch tiefer reingeritten hat als man selbst. Letztlich auch eine Reaktion auf die Angst davor, dass die eigene Erbärmlichkeit irgendwann aufgedeckt wird.

Jesus will die "Zachäus-Typen" wieder hereinholen ins Leben

Aber Jesus will all die verschiedenen „Zachäus-Typen“ von den Bäumen holen, zu denen auch wir gehören. Er sucht sie. Er will sie wieder hereinholen ins Leben – ohne sie zu beschämen. Und Zachäus begreift. Nochmal: Jetzt ist der Moment. Er erkennt, wann er auf den Baum rauf muss. Er erkennt, wann er runter muss vom Baum.

"Ich bin da immer mitverantwortlich, dass das funktioniert"

Und dann passiert es. Zachäus kommt bei sich an. Bei sich zuhause. Er hat Kontakt zu sich und den anderen. Sie essen. Sie feiern. Er lebt wieder. Er ist gefunden: „Heute – heute – ist diesem Haus Heil widerfahren.“
Zachäus will wieder einsteigen in die Gemeinschaft und das, was sie zusammenhält. Er will sich an die Leitplanken halten, die zu einem Leben in Freiheit und Gemeinschaft nötig sind. Er begreift: Ich bin da immer mitverantwortlich, dass das funktioniert; ich als Einzelne*r habe unser aller Freiheit mitzuverantworten.

Lassen wir das zu. Auf welchem Baum auch immer wir derzeit herumkrebsen: Er hat uns längst gesehen.

Helga Skrandies-Brihmani, Diakonin in der Cuxhavener Innenstadt

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