Sicher kennen Sie und Ihr die Redewendung: Reden ist Silber – Schweigen ist Gold. Ich frage mich – ist das so?
Diese Redewendung hat einen biblischen Ursprung. Im Luthertext lautet sie: «Der eine schweigt und wird deshalb für weise gehalten; der andere macht sich unbeliebt, weil er viel redet."( Jesus Sirach 20,5)
"Zitat gerade in dieser Zeit fragwürdig"
Ich selber halte dieses Zitat gerade in dieser Zeit für fragwürdig. Ist Schweigen Gold? Anfang vergangenen Jahres hatte die Kirche eine Kampagne für Menschenwürde, Nächstenliebe und Zusammenhalt. Genau das sind die christlichen Grundwerte, an denen sich Kirche orientiert. Und ob ich gläubig bin, oder nicht, diese Werte machen uns als Menschen aus.
"Wenn ich zu Unrecht schweige, dann lasse ich es zu"
Orientiere ich mich in dieser vielfältigen Gesellschaft an Jesu Vorbild, dann stimmt diese Redewendung nicht. Wenn ich zú begangenem, und auch kommendem Unrecht schweige, dann lasse ich es zu. Wenn ich zu Menschenverachtung schweige, dann unterstütze ich sie indirekt. Wie bewusst sind wir uns unserer Verantwortung?
"Kirche ist durch uns Menschen Teil der Gesellschaft"
Jede und jeder von uns ist da gefragt. Und ich freue mich, dass Kirche nicht ausschließlich schweigt. Sie ist auch durch uns Menschen Teil der Gesellschaft.
Ich wünsche uns, dass wir die richtige Zeit zum Reden und zum Schweigen erkennen.
"Als Mitmenschen und Christinnen deutlich gefragt"
In Jesus Sirach heißt es ein paar Verse weiter: "Ein weiser Mensch schweigt, bis er seine Zeit gekommen sieht; aber ein Prahler und Narr achtet nicht auf die rechte (richtige)Zeit .“
Wann ist es Zeit zu reden und wann ist es Zeit zu schweigen?
Wann hören wir hin? Wann mischen wir uns ein?
Ich denke: da wo Grenzen von Menschen überschritten werden, da wo Menschenwürde nicht zählt, da sind wir als Mitmenschen und Christinnen deutlich gefragt.
„,Nie wieder ist jetzt.' Dazu möchte ich uns ermutigen"
Nicht unser Schweigen, nicht unsere Ignoranz.
„Nie wieder ist jetzt." Dazu möchte ich uns ermutigen.
Margot Friedländer lebte ihr Leben gegen das Vergessen.
Sie hinterließ an uns die Bitte: Seid Menschen!, Und genau dazu bitte ich Gott um seinen Segen.
Imme Koch-Seydell, Diakonin in der Gesamtkirchengemeinde Am Dobrock
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